Digitalisierung
nutzen

Digitalisierung ist für uns nicht neu.
Ein Prozess ohne Pause. Wir verstehen uns als Motor.
Gemeinsam gestalten wir das digitale Banking von morgen:
Systematisch und ganzheitlich.

Digitalisierung gestalten

Die Digitalisierung durchdringt immer stärker unseren Alltag, das gesellschaftliche Leben und damit auch das Geschäft der Sparkassen. Digitalisierung ist dabei kein Selbstzweck. Sie muss Nutzen stiften und dem Erfolg der Sparkassen im Markt dienen. Als zentraler IT-Dienstleister und Innovationstreiber der Sparkassen-Finanzgruppe tragen wir dabei eine besondere Verantwortung. Denn Digitalisierung ist seit jeher unser Kerngeschäft. Im Kontext der Digitalisierung treffen bei uns jeden Tag Senior-Experience und Junior-Spirit aufeinander. Das fördert die Dynamik der Veränderung und schafft mehr Agilität. Einen Blick hinter unsere Kulissen eröffnet das Gespräch mit Franz-Theo Brockhoff und Katharina Löhrke. Er ist seit 1995 Geschäftsführer und seit 2015 Vorsitzender der Geschäftsführung. Sie begann 2015 ihr duales Studium der Wirtschaftsinformatik bei der FI und ist seit 2018 nach erfolgreichem Abschluss ihres Bachelors im Bereich Zahlungsverkehr tätig. Nebenberuflich absolviert sie derzeit ihren Master in Praktischer Informatik und hält an der Hochschule Weserbergland in Hameln Vorlesungen zu Grundlagen der Programmierung und Systemanalyse.

Die FI versteht sich als Motor der Digitalisierung in der Sparkassen-Finanzgruppe. Was bedeutet das?

Franz-Theo Brockhoff:
»Für die FI ist die Digitalisierung nichts Neues. Durch die Entwicklung, Einführung und Nutzung von OSPlus haben wir in der Sparkassen-Finanzgruppe das Arbeiten auf Basis digitaler Prozesse sehr frühzeitig und konsequent etabliert. Es ist wohl nicht vermessen zu sagen, dass wir in unserem Geschäft in Deutschland eine führende Position einnehmen. Immer häufiger nutzen Sparkassenkunden, und damit meine ich Privat- und zunehmend auch Firmenkunden unser digitales Lösungsangebot direkt. Dieses Kundenverhalten fördert den Anspruch an die FI, OSPlus zur digitalen Finanzplattform der Sparkassen auszubauen. Das heißt: Einen Anlaufpunkt für alle finanziellen Angelegenheiten zu schaffen, der digitale Lösungen Nutzen stiftend mit der persönlichen Beratung und Betreuung vor Ort verknüpft. Das ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Sparkassen im Wettbewerb.«

Katharina Löhrke:
»Für meine Generation ist Digitalisierung etwas völlig Natürliches – Computer, Internet und Smartphones begleiten uns seit der Kindheit. Wir sind es gewohnt, dass sich Angebote ständig weiterentwickeln und täglich mehrere App-Updates auf dem Smartphone landen. Das erwarte ich auch beim Banking. Ob in der Internet-Filiale oder in der S-App: Mit jedem neuen Release möchte ich Neues entdecken. Ich finde, wir sind in der FI auf dem richtigen Weg, wenn wir für die Sparkassenkunden nach und nach eine digitale Finanzplattform bauen. Irgendwann erkennt der Kunde, wie gut alles ineinandergreift und dass er nichts Anderes mehr braucht. So machen das Apple und Amazon auch.«

Franz-Theo Brockhoff:
»Auf dem Weg dahin sind wir. Neues stellen wir mehrfach im Jahr und in immer kürzeren Zeiträumen, ja fast monatlich, zur Verfügung. So ergänzen wir die zwei großen Releases pro Jahr mit zahlreichen sogenannten „Web-Bundel“ oder App-Updates. Und dabei alles auf einer soliden, hoch verfügbaren, effizienten, sicheren und regulationskonformen Basis.«

Wie stark darf oder soll die FI die Sparkassen bei Digitalisierung und Innovationen treiben – und wo ist sie nur Dienstleister?

Franz-Theo Brockhoff:
»Unsere Angebote stehen im Einklang mit der Geschäftspolitik und Strategie, für die die Institute und Verbände zuständig sind. Aber unsere Rolle hat sich schon verändert. Wir sitzen quasi bei allen Themen mit am Tisch und sind sehr frühzeitig eingebunden. Die klare Erwartung an uns ist, dass wir aus der digitalen Welt wichtige Entwicklungen für das Bankgeschäft erkennen und dann neue Impulse in die Organisation tragen. Mit unseren Angeboten und neuen Features leisten wir diesen Beitrag.«

Katharina Löhrke:
»Manchmal würde ich mir, ehrlich gesagt, etwas mehr Mut und Eigenständigkeit der FI wünschen. Gerade im Zahlungsverkehr sehe ich jeden Tag, welches Potenzial für die Sparkassen und die deutschen Banken da noch ungenutzt liegen bleibt: Mit Instant Payment könnte man ganz neue Business Cases gestalten. Auch Kwitt könnte man aktiver als deutschen und vielleicht sogar europäischen Standard etablieren. Und zwar nicht allein durch die Anbindung von Händlern, sondern vor allem durch die Kompatibilität mit Verfahren anderer Bankengruppen in Deutschland und Europa.«

Franz-Theo Brockhoff:
»Da bin ich ganz bei Ihnen. Als Unternehmer bleibt uns immer die Option, Innovationen auch ohne konkreten Auftrag zu entwickeln. So haben wir es auch beim Voice-Banking, mit Google Assistant oder Kwitt gemacht. Die Sparkasse-App ist seinerzeit ebenfalls so entstanden. Wir müssen noch stärker die FI-internen Stimmen und Ideen hören – egal ob das junge oder ältere Kollegen mit ihrer langen Erfahrung sind. Da hilft es sehr, dass wir in den letzten Jahren mehrere hundert neue Kolleginnen und Kollegen eingestellt und auch ausgebildet haben. Sie bringen neue Sichtweisen und auch mehr Agilität in die FI.«

Agiles Arbeiten ist als Thema ja eng mit der Digitalisierung verknüpft. Ändert das die Art und Weise, wie die FI für die Sparkassen vorgeht?

Katharina Löhrke:
»In unserer täglichen Arbeit und auch bei meiner Lehrtätigkeit ist das tatsächlich ein intensiv diskutiertes Thema. Gerade in der Entwicklung halte ich es für wichtig, flexibel auf neue Anforderungen reagieren zu können. Oft wird das ja auf Entwicklungsmethoden reduziert, aber tatsächlich kann ich agile Methoden an sehr vielen Stellen einsetzen. Dazu braucht es jedoch einen kulturellen Wandel im Unternehmen und bei den Partnern. Das geht auch nicht von heute auf morgen, sondern muss Schritt für Schritt etabliert werden. Ich sehe uns da auf einem guten Weg, verstehe aber auch, dass wir in unternehmenskritischen und hoch regulierten Bereichen wie dem Zahlungsverkehr nur sehr behutsam vorgehen können.«

Franz-Theo Brockhoff:
»Die IT der Sparkassen wird arbeitsteilig weiterentwickelt, mit klar vereinbarten Strukturen und Entscheidungswegen. Wir entwickeln Produkte gemeinsam mit Instituten, Verbänden und anderen Unternehmen wie dem DSV oder der S-Rating – aber auch immer öfter im direkten Zusammenspiel mit den Sparkassenkunden selbst. Agiles Arbeiten ist deshalb für uns und unsere Partner ein immer wichtigeres Thema. Insbesondere die Kundenzentrierung und Usability unserer Produkte rücken wir noch stärker in den Mittelpunkt. Das Einbinden einer Testcommunity, beispielsweise mit der Plattform „Move“ bei unserem S-Hub, gehört zunehmend zum Bestandteil unserer agilen Arbeitsweisen, die wir bei einer Reihe von Projekten zurzeit ganz konkret in der Praxis üben und weiter ausprägen.«

Katharina Löhrke:
»Wir tragen aber auch Verantwortung dafür, dass Qualität, Zuverlässigkeit und natürlich die Kosten bei der Geschwindigkeit nicht unter die Räder kommen. Das hat sich bei mir schon nach kurzer Zeit fest eingebrannt.«

Franz-Theo Brockhoff:
»Unser Leistungsangebot für die Finanzgruppe muss dem Anspruch der Sparkassen, der Kunden der Sparkassen und gleichzeitig der Aufsicht und der Gesetzgebung genügen. Die Verantwortung dafür prägt auch unsere Firmenkultur. Sie ist auf Qualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit ausgerichtet. Um dies stärker in Einklang mit Themen wie Agilität, Innovation und Eigenverantwortung zu bringen, haben wir beispielsweise im letzten Jahr Leitlinien für Führung und Zusammenarbeit unter breiter Einbindung unserer Führungsmannschaft erarbeitet und damit einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess gestartet. Es war ein großer Schritt für uns, die Fehlerkultur breiter zu definieren: Es geht nicht mehr allein darum, Fehler zu vermeiden, sondern sich zugleich einzugestehen, dass Fehler passieren. Wir haben auch gelernt, und das ist mir sehr wichtig, dass Innovation und Kreativität mit Sorgfalt und Verlässlichkeit einhergehen können und nicht dahinter zurückstehen müssen. Das ist nur ein Beispiel dafür, wie wir uns weiterentwickeln, um in der Sparkassen-Finanzgruppe das digitale Banking von morgen zu gestalten – und zwar gemeinsam mit den Sparkassen und unseren Partnern.«

Sparkassen-Finanzgruppe